Segelturn auf der LODOS im Mai / Juni 2011

Von Kos durch die Inselwelt des Dodekanes nach Norden 

 

 

Die LODOS ist eine wohnlich umgebaute Zwei- Mast- Gulet mit 4 Doppelkabinen, jeweils mit eigener Nasszelle,

für insgesamt 8 Passagiere. www.lodos.de

Zitat, Axel (Sportsegler aus dem Harz): „Ideales Gerät zum Betreuten Segeln mit Skipper“

 

Samstag der 28. Mai,

wir (Sigrun + Georg) kommen morgens schon um ca. 9:00 Uhr im Altstadthafen von Kos an. Die LODOS liegt am Kai,

 die Vor- Gäste sind abgereist, wir sind die ersten Neuen.

 

Es herrscht emsiges Treiben an Bord, 

auf der LODOS wird „Klar Schiff“  gemacht. Dieter übernimmt unser Gepäck, wir machen uns davon.

 

Wir besichtigen die Stadt Kos bei trübem Wetter, die Altstadt mit der Festung und die römischen Ruinen.  Am Nachmittag regnet es.

 

Im Laufe des Abends treffen unsere Mit- Segler ein:

 

Angela aus Schwaben

Andre aus Magdeburg

Jörg aus Brandenburg / Berlin

 

Beim ersten gemeinsamen Abendessen in der Altstadt lernen wir uns kennen und natürlich unseren Skipper Dieter mit seiner Moni,

beide aus Konstanz.

 

An Bord gibt es einen ersten Absacker und dann nach und nach Kojenruhe.

 

 

Vor dem Turn, die LODOS am Kai im Altstadthafen von Kos, morgens am 28. Mai 2011.

 

 

Sonntag der 29. Mai,

nach dem guten und gemütlichen Frühstück legen wir in Kos ab. Unser erster Tag an Bord. Dieter macht es spannend,

geht`s nach Steuerbord in den Süden  oder nach Backbord in den  Norden? Es ist sein Ritual, er muss erst einen Schlag segeln,

dann setzt sein Wetterfeeling ein, dann fällt endlich seine Entscheidung. Wir segeln nach Norden! Natürlich hatte er vorher

den Seewetterbericht im Computer gelesen. Ein Segler braucht Wind und den möglichst nicht von vorn.

 

Zum Baden, Essen und Relaxen laufen wir in eine schöne kleine Bucht der Insel Pserimos ein. Nach der Mittagspause geht`s

weiter nach Vathi auf der Insel Kalymnos.

 

Die Einfahrt in unsere erste Badebucht auf Pserimos.

 

Nach 2 bis 3 Stunden - Baden, Essen und Relaxen- geht`s zur Insel Kalymnos.

 

Dort laufen wir in eine fjordähnliche Bucht ein, an deren Ende liegt der Ort Vathi.

 

Es ist eng, Dieter bekommt im Gedrängel noch einen Liegeplatz, weil er einen 2 Anker ausbringt.

 

 

Einfahrt nach Vathi, dunkle Wolken, kein Regen.

 

Nach Spaziergängen durch Vathi, mit seinen uralten Kapellen und

unzähligen Mandarinen- und Orangenbäumen, essen wir gemeinsam zu Abend.

 

Der Wirt bedient fleißig seine vielen Gäste und hat für uns Wein, guten Ouzo und eine nette und lange Geschichte parat:

 

 

Von einer Kanadierin, einer netten älteren Dame und ihrem Hund. Der Hund sei viel schöner als sie, habe er (der Wirt)

 ihr (der Kanadierin) immer wieder gesagt. Dieses Statement gefiel und gefällt der Kanadierin so gut, dass sie seit Jahren

immer wieder nach Vathi kommt und sein Restaurant besucht. Die Story dauerte gut eine Stunde und kam nicht nüchtern rüber.

 

Montag der 30. Mai,

beim Auslaufen lassen wir uns wieder Zeit, segeln an der Küste von Kalymnos entlang,

genießen die friedliche Fahrt und finden eine schöne Bucht zum Ankern, Baden

 

 

Später segeln wir weiter nach Norden, zwischen den Inseln Kalymnos und Leros hindurch.

 

Wir folgen der Küste von Leros.

Zwischen hohen Küstenfelsen liegt die Einfahrt in die weite Bucht von Lakki. Hier bleiben wir 2 Tage, es gibt im Hafen Duschen, Bügeleisen, und Waschmaschinen,

 

Unser Ausblick beim Abendessen, die Bucht von Alinda auf Leros.

Die Yacht ist eine fremde Gulet.

 

 

 

Dienstag der 31. Mai,

 

heute ist Landreisetag auf Leros.

Wir fahren mit 2 Autos rund um

die Insel, es gibt:

 

·       große Buchten

·       malerische Orte

·       eine Johanniterfestung

·       viele Windmühlen

·       einen kleinen Flughafen

·       eine Werft, hier überwintert die LODOS

 

Blick über die Bucht von Lakki.

 

Mittwoch der 01. Juni,

 

Wir verlassen Leros.

Leider können wir nicht weiter in den Norden zur Insel Lipsi segeln, der Wind weht heute gegen uns.

 

Bei dieser Wetterlage würde für den Hin- und Rückweg die Zeit knapp, selbst wenn wir immer unter Motor liefen.

 

Die LODOS als Schmetterling vorm Wind. Bei seitlicher Dünung eine harte Probe für manchen Magen

 

Moni hatte alles im Griff, selbst bei dem wildesten Achterbahn- Kurs bringt sie warmes Mittagsessen pünktlich

auf den Tisch. Sie verrät Ihr Geheimnis: Keine dünnen Suppen!

Wir machen einen langen Schlag auf die See hinaus, dann

retour in Richtung Kalymnos.

 

In dieser Nacht liegt die LODOS an einer Boje in der weiten Bucht von Emborio.

 

Mit dem Schlauchboot setzen wir zum Restaurant über. 

Wir sind heute die einzigen Gäste.

 

 

Den Rückweg vom Restaurant zur LODOS legen Andre und Jörg in ihrer Badehose zurück, natürlich züchtig, und wir können uns in unserem Schlauchboot breit machen.

Das Wetter ist von Tag zu Tag besser geworden, Angela, Sigrun und Andre schlafen ab heute auf dem Kajüten- Dach. Selbst im dünnen Schlafsack ist es jetzt mollig warm.

 

 

Donnerstag der 02. Juni,

am Morgen stellen wir fest, unsere Vor- Leine hatte sich mit dem Bojen- Ankertau verheddert. Ausgerüstet mit Maske,

 Schnorchel und Flossen macht Jörg den ersten Entfesselungsversuch, erfolglos. Skipper Dieter rüstet auf, in seiner

Taucherausrüstung entwirrt er die Leinen in ca. 10 m Tiefe und befreit uns.Wir folgen der Küste von Kalymnos weiter

in Richtung Süden, zur Mittagspause geht’s in die malerische Badebucht von Vlichadia.

 

Am Nachmittag umrunden wir die Südspitze der Insel und laufen in den Hafen der Inselhauptstadt Pothia ein.

Hier kann man Schwämme kaufen. Die inseleigenen Bestände wurden durch Raubbau fast völlig vernichtet, es gibt praktisch nur noch Import- Schwämme.

Alternativ entwickelt man die felsige Insel zu einem Kletter- Paradies, dies nutzen schon viele Touristen.

Im Hafen der Inselhauptstadt Pothia werden wir von dieser jungen Dame mit offenen Armen empfangen.

Die Griechen sind zu uns immer sehr freundlich,

trotz der unerfreulichen Finanz- Presse in Deutschland. 

 

 

Freitag der 03. Juni,

unser letzter Seetag in der ersten Turnwoche. Für die „alten“ Gäste und erst recht für die neuen Mit- Segler muss Skipper Dieter eine

wichtige Entscheidung treffen:Laufen wir nach Steuerbord um die Westspitze der Insel Kos herum nach Kefalos oder nach Backbord

direkt zurück nach Kos- Stadt? Wie immer, der Wind entscheidet, es geht nach Steuerbord. Für die letzte Nacht des Turns legen wir

am Pier von Kamari Beach an, dem Hafen- und Badeort der Stadt Kefalos / Kos.

 

Das Anlegen am Kai über das Heck ist auf den Inseln üblich, es geht ganz einfach:

Im gehörigen Abstand vom Pier wirft man den Anker und läuft dann langsam rückwärts bis kurz vor die Kaimauer. An Steuerbord und an

Backbord liegen dann meist schon Yachten, man geht meistens eng auf Fender- Fühlung.

 

Dieses Manöver wird von Seglern und Hafenmenschen fachkundig beobachtet, in allen Häfen der Welt, man nennt es das Hafen- Fernsehen.

 Nach dem Anlegen, beim Anlege- Häppchen, schaut man dann auch gerne mal dem Hafen- Fernsehen zu.

Man kann sich darauf verlassen, eine Yacht kommt immer noch später an. Nette Menschen helfen dann tatkräftig, manchmal helfen auch

schon mal kluge Sprüche.

 

 

Am Samstag dem 04. Juni

verlassen uns Andre und Jörg in Richtung Flughafen. Moni und Dieter fahren zum Nachschub fassen und machen die Lodos wieder klar

 für den nächsten Turn..

Wir gehen an Land und erkundeten die große weite Bucht.

 

Der Blick über die Kamari Bucht. Am Fuße des Berges, weit im Hintergrund hinter der Felseninsel in der Mitte, liegt die Lodos.

 

Eine weite Wanderung um die Bucht, immer am Sandstrand lang:

 

zum Hotel Club- Mediterane, es wird z.Zt. nicht betrieben

zu den Ruinen der frühchristlichen Basilika mit ihren Boden- Mosaiken und in die gemütliche Taverne Faros, mit leckerem Essen

 

 

Am Nachmittag und Abend kommen dann nach und nach unsere neuen Mit- Segler an.

Plötzlich, völlig ungewöhnlich an Bord, laute Stimmen und Lärm, Ärger?

 

 

Zwei Gäste zu viel an Bord,

ärgerlich, die Beiden sind für die übernächste Woche auf der LODOS gebucht.

Skipper Dieter organisiert für sie Plätze auf einer anderen Yacht, deren Skipper wir im Hafen von Kalymnos kennengelernt hatten.

Nach vielen Telefonaten ist alles klar und Skipper Dieter fährt die Zwei zum Fährhafen auf die andere Inselseite, dort erwischen die

Beiden gerade noch die Fähre nach Kalymnos.

 

Andre und Jörg:

Euren zurückgelassen Holzwurmtod, haben wir nicht angerührt.

(Flachmann mit „Original- Metaxa“)

Es blieb bei unserem Ouzo- Brauch, Dieter verwahrt euch den Flachmann.

 

 

Anhang 1

 

 

Seekarte mit dem Turn der 1. Woche vom 28. Mai bis 04. Juni 2011

 

Kos- Stadt

Pserimos

Kalymnos

Leros

Kalymnos

Kos, Kefalos, Kamari Beach

 

 

 

 

 Am Samstag dem 04. Juni,

treffen nach und nach die neuen Gäste ein. Wir „erfahrenen Segler“ und die neuen Mit- Segler „beschnuppern“ uns beim

guten Abendessen. In der Eisbar nebenan gibt`s zum Nachtisch Riesen- Eisbecher, Longdrinks und dann an Bord Absacker

und nach und nach Kojenruhe.

 

Für unsere zweite Segelturn- Woche ist die LODOS jetzt voll belegt mit:

 

Susan im Vorschiff, Leichtmatrosin für Fock und Kombüse

Uda und ihr Gatte, Axel ist Profi- Segler aus dem Harz

Bea und Jörn, sie senken unseren Altersdurchschnitt wesentlich

und vom alten Team Angela, Sigrun und Georg

 

 

 

Am Sonntag dem 05. Juni ,

Dieter wählt für seine Zwei- Wochen- Gäste jeweils unterschiedliche Wochenturns aus.

Wir segeln also nach Süden, hoch über uns sehen wir am strahlend blauen Himmel die Flugzeuge im Landeanflug

 auf den Flughafen von Kos. Zwischen den beiden Vulkaninseln Giali und Strongili fahren wir hindurch, dann an der

 Küste von Nisyros entlang, zur Insel Tilos und dort in den Hafen von Livadia.

 

Am Kai fassen wir Frisch- Wasser und Dieter klettert für eine Reparatur hoch zur Mastspitze.

 

Wir müssen dann  schnell wieder ablegen, denn dies ist der Liegeplatz für die Fähren.

 

Wir ankern in der weiten Bucht, zusammen mit einigen anderen Yachten.

 

 

 

Skipper Dieter on the top, natürlich mit Sicherungsleine und Assistance.

 

 

Beim Ankern beobachtet uns der Skipper der Nachbar- Yacht kritisch. Er mischt sich laut und kräftig auf Französisch ein,

 kein Abstand zu seiner Yacht ist ihm weit genug. Seine Sorge ist im Prinzip berechtigt, denn hier ist kein ruhiger Ankerplatz.

 Der Fährverkehr sorgt für starken Wellengang und in der Nacht kommen kräftiger Wind und eine starke Dünung auf.

 

Skipper Dieter kennt sein Revier, er hält Ankerwache und verlegte die Lodos mehrmals während der Nacht. Wir merken es nicht,

schlafen tief und fest.

 

 

Am Montag dem 06. Juni,

lichten wir unseren Anker und laufen schnur- geradewegs zur Insel Symi.

 

Eine strahlende Überfahrt,

blauer Himmel und

tiefblaues Meer,

wie im Reisekatalog.

 

Natürlich findet Dieter wieder eine tolle Badebucht.

 

 

 

 

 

 

Unser nächstes Ziel ist das Kloster Panormitis, es liegt gleich in der Nachbar- Bucht.

Der Wallfahrtsort Panormitis ist ein MUSS für Gläubige und Touristen. Den ganzen Tag über legen an der Promenade vor

dem Klosterturm Fähren aus der ganzen Ägäis an.

 

 

Moni muss zweimal übersetzen, alle zusammen passen wir nicht ins Schlauchboot.

 

Am Abend liegen wir hier vor Anker und hören das Wellenplätschern und die Verklicker an den Mastspitzen.

 

Am Morgen brechen wir etwas später auf, denn wer es am Vortag noch nicht geschafft hatte, der kann jetzt in aller Ruhe das Kloster besichtigen.

 

Die Fähren mit neuen Tagesgästen sind noch nicht eingetroffen,

eine „göttliche“ Ruhe.

 

Sonnenuntergang, der Blick beim Abendessen über die Bucht von Panormitis.

 

 

 

 

Der Klosterturm in der Morgensonne; im Klosterhof arbeiten ein Pope und eine Putzfrau.

 

 

Am Dienstag dem 07. Juni,

 

segeln wir an der östlichen Küste der Insel Symi  entlang nach Norden.

Es öffnet sich eine weite Bucht, hier liegt die Insel- Hauptstadt Symi.

An der Küste, passieren wir Buchten,

Eine und noch Eine

 

Vor der Hafeneinfahrt stoppt uns die Hafenpolizei.

 

Den stolzen Griechen ist unsere Griechenland- Fahne zu alt und zu verschließen.

Dieter hisst eine Ersatz- Flagge.

 

Die Hafenpolizei „vertreibt“ uns dann schnell, denn es naht eine Fähre und die braucht viel Platz.

 

 

Die Fähre passt so gerade zwischen beide Ufer, sie liegt quer in der Hafeneinfahrt.

Der Hafen ist verschlossen, an der Fähre kommt kein Boot mehr vorbei.

 

 

Eine Reisealternative: Mit leichtem Gepäck auf den vielen Fähren von Insel zu Insel hoppen.

Angela hat diese Urlaubsvariante dann im Spätsommer realisiert.

 

 

 

Die lange Bucht der Inselhauptstadt Symi ist mit pastellfarbigen Häusern gesäumt.

Wir hörten dann später, es gibt strenge Baurichtlinien zum Erhalt der Bilderbuch- Kulisse.

 

Einzeln erkunden wir die Stadt Symi, hier und da treffen wir uns wieder:

 

·       an einem Verkaufsstand

·       auf einer Terrasse

·       in einer Boutique

·       und dann später an Deck der LODOS

 

In der Nacht ist es laut,

auf einigen Yachten sind Partys

und diese enden erst am frühen Morgen.

 

 

Die Bucht von Symi beim Auslaufen, der Morgendunst verspricht einen schönen Sonnentag.

 

 

Am Mittwoch dem 08. Juni,

geht`s nach Westen, einen langen Schlag mit nur einem Kurswechsel zur Vulkaninsel Giali.

 

Hier wird Bimsstein abgebaut. In einer stillgelegten Verladebucht,

gegenüber der kleinen Insel

Antonios,

ankern wir zur Mittagspause.

 

Der Inselberg wird nach und nach beim Tagebau verschwinden.

 

Die weißen Abbau-Terrassen leuchten meilenweit übers Meer.

 

 

Blick von der Vulkan- Insel Nisyros

zurück zur Bimstein-Insel

Giali.

 

Unten im Hafen liegt am äußeren Pier die LODOS.

 

Hier in dem Fischerdorf

Pali

bleiben wir für zwei Tage und erkunden die hoch-interessante Vulkaninsel

Nisyros. hier bleiben wir für zwei  Tage

 

 

Am Abend gehen wir ins gemütliche Restaurant „Kapitän“ am Hafen, dort mietet Dieter für den nächsten

 Tag Mopeds. Auf der Lodos gibt es nur ein Moped, unser Beiboot für den Landverkehr. Die Logistik des

Kreuzfahrers Lodos ist ohne ein Landfahrzeug schwer zu realisieren. Georg war bisher noch nie selber

Moped gefahren, Skipper Dieter macht Georg in einem Crashkurs fit für den folgenden Ausflugstag.

 

 

Am Donnerstag dem 09. Juni,

wir machen einen Ausflug mit den Mopeds über die Insel. Es gibt viel zu sehen.

Von der Kapelle hoch oben am Kraterrand haben wir einen weiten Blick über die Insel Nisyros,

 

auf das Dorf unter uns an der breiten Durchbruchstelle des Kraters zum Meer

 

und tief in den große Krater mit den vielen Löchern im Grund

Es stinkt hier oben teuflisch nach Schwefel. Die Luft liegt schwerer gelber Dunst.

 

Unten steht ein Haus,

es gibt Parkplätze, Straßen und

Wege.

 

An der Kraterwand

gegenüber führt eine Serpentinen- Straße hinunter,

da müssen wir hin.

 

Die Abfahrt macht richtig Spaß,

es sind ca.

250 Höhenmeter

bis in den Kratergrund.

 

 

In dem Riesenkrater liegen mehrere große und kleine Krater, in Einem wachsen schon Sträucher und Büsche,

in Anderen herrscht noch Urzeit, es brodelt, zischt und blubbert.

 

Wir steigen tief bis auf den Boden.

 

Der erstarrte Schlamm  ist wie ein zäher Wackelpudding, er gibt unseren Schritten federnd nach.

 

Der Kraterboden ist übersät mit Schwefel- Wasserlöchern,

die lehmige Brühe kocht, es stinkt übel.

 

Kleine Schlamm-, Dampf -Fontänen schießen hoch.

 

 

 

 

 

 

 

Es ist sicher nicht ungefährlich, doch kein Zaun bremst die Besucher, kein Schild warnt sie.

Bei uns ständen hier sicher Schilder: „Betreten verboten oder Baden auf eigene Gefahr“.

 

Später finden wir am Straßenrand eine heiße Felsenhöhle, eine richtige Natur- Sauna.

 

Wir fahren weiter in die Inselhauptstadt Mandraki mit ihrer uralten Festung Palaokastro.

Die weit ausgedehnte Burg- und Stadtanlage stammt aus vorchristlichen Zeiten, die dicken Felsenblöcke der

Mauern sind fein gefügt, halten ohne Zement und Mörtel, bis heute!

 

Hoch über der Stadt wachen

eine Johanniterfestung

und eine blendend weiße Kirche.

 

Die Stadt Mandraki

drängt sich zwischen

Felsen und Meer.

Es gibt eine liebevoll gestaltete Ufer-Promenade,

viele weiße Gassen mit Bäumen und bunten Blumen.

 

In dieser herrlichen Bar, unter zwei riesigen Zwillings-Gummibäumen, gibt es am Buffet hervorragende Torten, Kuchen, Kaffee, Eis

und ein

leckeres Pils oder Weizen.

Der Skipper und das Meer

 

 

 

 

 

 

Am Freitag dem 10. Juni,

geht`s zurück zur Insel Kos, unser Ziel ist unser Starthafen Kamari / Kefalos. Der Wind steht gut, wir kommen flott voran.

Mit einem ersten großen Schlag laufen wir direkt auf Kos zu, bei weiter auffrischendem Wind. Die LODOS fliegt wieder wie ein Schmetterling.

 

Kurz vor der Küste, querab vom Robinson- Club, dreht der Wind und bläst jetzt direkt von Kefalos her, unserem geplanten Ziel.

 Ein Segler braucht Wind, möglichst nicht von vorn.

 

Skipper Dieter ändert die Route, wir laufen jetzt vor dem Wind an der Küste entlang nach 

Kos Stadt, unser neues Ziel. In der Karte ist dieser Kurswechsel nicht berücksichtigt.

Kos Stadt ist uns lieber, denn von dort gibt es bessere Verbindungen zum Flughafen als von Kefalos.  Außerdem können wir vor

 unserer Abreise die Stadt noch einmal besichtigen.

Für Skipper Dieter ist ausschlaggebend, er liegt mit der LODOS lieber geschützt im Altstadthafen von Kos, als bei diesem Wind ungeschützt

am offenen Kai in Kamari / Kefalos.

 

Im starken Wind flitzen die Surfer über die Wellen.

Manche lassen sich von Winddrachen ziehen

und fliegen geradezu über das kabbelige Wasser.

 

Hin und wieder tauchen sie unter, es ist schon stark,

wie sie immer wieder auf ihr Brett hoch klettern und dann erneut über die Wellen flitzen, bis zum nächsten Eintauchen.

 

 

Die LODOS macht schnelle Fahrt, Dieter sagt, die LODOS könne 6 bis 7 Knoten laufen.

 

Am Abend erreichen wir während der Rush- Hour den Altstadthafen.

In der Hafen- Einfahrt herrscht hektischer Verkehr.

 

Die Berufsschifffahrt, Fähren, Ausflugsboote und Fischer, haben immer Vorfahrt!

 

Für uns ein Problem, denn

mehrmals müssen wir unser Anlegemanöver abbrechen,

bis wir endlich festmachen können.

 

 

                                                    

Unser Liegeplatz liegt gleich hinter der Hafeneinfahrt. Zum Anlegen über das Heck müssen wir auf der einen Seite

der Fahrrinne den Anker werfen, um dann rückwärts quer durch die Fahrrinne zum Kai zu laufen,

um dort fest zu machen, in der Fahrrinne „tobt“ der Verkehr.

 

Zum Abendessen treffen wir uns in unserem „Start“- Restaurant, wie vor zwei Wochen.

 

  

 

 

    

 

Die letzte Nacht an Bord, wir schlafen alle unter Deck, oben ist es zu kalt und zu laut.

Unser Bett ca. 2 m lang, gut breit, teils sehr niedrig, dazu Schrankwand und Nasszelle.

 

Das Bordleben spielt sich an Deck ab, unter freiem Himmel, unter dem vor Sonne schützenden Dach über

dem Cockpit mit der gemütlichen Sitzrunde auf dem Heck, alternativ unter Deck in der geräumigen Kajüte.

Auf der LODOS ist es gemütlich.

 

 

Am Samstag dem 11. Juni,

kommt dann nach dem Frühstück das Ende unseres Segelturns rund um die Insel Kos.

 

·       Auf unserem Segelturn durch den Dodekanes erlebten überaus freundliche, herzliche und nicht- aufdringliche Griechen in ihrer wunderschönen Inselwelt.

·       Wir „Betreuten Segler“ waren recht unterschiedlich, tolerant, wir waren zusammen aktiv, wer wollte hatte auch Zeit für sich. Ein gutes Team.

·       Der Skipper Dieter ist souverän, er liebt und lebt sein Griechenland- Revier und lässt seine Gäste daran teilhaben.

·       Last but not least, Moni, der fleißige und gute Geist an Bord, Moni hält Leib und Seele aller zusammen; was täte der Skipper Dieter nur ohne seine Moni?

·        

 

Am Samstag besuchen wir das römische Thermalbad oberhalb der Stadt Kos. Man hat dort einen tollen Blick auf Kos und bis nach Belek, weit in die Türkei hinein.

 

Unser historischer Fund:

Wer hat die Legos erfunden?

 

Nicht die „Dänen“ und erst recht nicht die „Ricolas“!

Es waren die alten Griechen, wie man hier an dem zentnerschweren Ur- Lego gut erkennen kann

 

Moni, Skipper Dieter und allen Mit- Seglern,

herzlichen Dank für einen wunderschönen Urlaub.

 

Im November 2011, Sigrun + Georg

 

Anhang 2

 

 

Seekarte mit dem Turn der 2. Woche vom 04. bis 11. Juni 2011

(am 10. Juni liefen wir nicht nach Kefalos sondern direkt nach Kos Stadt)

 

 

                    Kefalos auf Kos

                    Tilos

                    Symi

                    Nisyros

                    Kos Altstadthafen