Segelturn
auf der LODOS im Mai / Juni 2011
Von Kos durch die
Inselwelt des Dodekanes nach Norden
Die LODOS ist
eine wohnlich umgebaute Zwei- Mast- Gulet mit 4
Doppelkabinen, jeweils mit eigener Nasszelle,
für insgesamt 8
Passagiere. www.lodos.de
Zitat, Axel
(Sportsegler aus dem Harz): „Ideales Gerät zum Betreuten Segeln mit Skipper“
Samstag der 28. Mai,
wir (Sigrun +
Georg) kommen morgens schon um ca. 9:00 Uhr im Altstadthafen von Kos an. Die LODOS liegt am Kai,
die Vor- Gäste sind abgereist, wir sind die
ersten Neuen.
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Es herrscht
emsiges Treiben an Bord, auf der LODOS
wird „Klar Schiff“ gemacht. Dieter
übernimmt unser Gepäck, wir machen uns davon. Wir besichtigen
die Stadt Kos bei trübem Wetter, die Altstadt mit der Festung und die
römischen Ruinen. Am Nachmittag regnet
es. Im Laufe des
Abends treffen unsere Mit- Segler ein: Angela aus Schwaben Andre aus Magdeburg Jörg aus Brandenburg / Berlin Beim ersten
gemeinsamen Abendessen in der Altstadt lernen wir uns kennen und natürlich
unseren Skipper Dieter mit seiner Moni, beide aus
Konstanz. An Bord gibt es
einen ersten Absacker und dann nach und nach
Kojenruhe. |
Vor dem Turn, die
LODOS am Kai im Altstadthafen von Kos, morgens am 28. Mai 2011.
Sonntag der 29. Mai,
nach dem guten
und gemütlichen Frühstück legen wir in Kos ab. Unser erster Tag an Bord. Dieter
macht es spannend,
geht`s nach Steuerbord in den Süden oder nach Backbord in den Norden? Es ist sein Ritual, er muss erst
einen Schlag segeln,
dann setzt sein Wetterfeeling ein, dann fällt endlich seine Entscheidung.
Wir segeln nach Norden! Natürlich hatte er vorher
den
Seewetterbericht im Computer gelesen. Ein Segler braucht Wind und den möglichst
nicht von vorn.
Zum Baden, Essen
und Relaxen laufen wir in eine schöne kleine Bucht der Insel Pserimos ein. Nach der Mittagspause geht`s
weiter nach Vathi auf der Insel Kalymnos.
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Die Einfahrt in
unsere erste Badebucht auf Pserimos. Nach 2 bis 3
Stunden - Baden, Essen und Relaxen- geht`s zur
Insel Kalymnos. Dort laufen wir
in eine fjordähnliche Bucht ein, an deren Ende liegt der Ort Vathi. Es ist eng, Dieter bekommt im Gedrängel noch einen Liegeplatz, weil er einen 2 Anker ausbringt. |
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Einfahrt nach Vathi, dunkle
Wolken, kein Regen. Nach Spaziergängen durch Vathi, mit
seinen uralten Kapellen und unzähligen Mandarinen- und Orangenbäumen, essen wir gemeinsam zu
Abend. Der Wirt bedient fleißig seine vielen Gäste und hat für uns
Wein, guten Ouzo und eine nette und lange
Geschichte parat: |
Von einer Kanadierin, einer netten älteren Dame und ihrem Hund.
Der Hund sei viel schöner als sie, habe er (der Wirt)
ihr (der Kanadierin) immer
wieder gesagt. Dieses Statement gefiel und gefällt der Kanadierin so gut, dass
sie seit Jahren
immer wieder nach Vathi kommt und sein Restaurant besucht. Die Story dauerte
gut eine Stunde und kam nicht nüchtern rüber.
Montag der 30. Mai,
beim Auslaufen
lassen wir uns wieder Zeit, segeln an der Küste von Kalymnos entlang,
genießen die friedliche Fahrt und finden eine schöne Bucht zum Ankern, Baden…
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Später segeln
wir weiter nach Norden, zwischen den Inseln Kalymnos und Leros
hindurch. Wir folgen der Küste
von Leros. Zwischen hohen
Küstenfelsen liegt die Einfahrt in die weite Bucht von Lakki. Hier bleiben wir 2 Tage, es gibt im Hafen Duschen, Bügeleisen,
und Waschmaschinen, Unser Ausblick
beim Abendessen, die Bucht von Alinda
auf Leros. Die Yacht ist
eine fremde Gulet. |
Dienstag der 31. Mai,
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heute ist
Landreisetag auf Leros. Wir fahren mit
2 Autos rund um die Insel, es
gibt: ·
große
Buchten ·
malerische
Orte ·
eine
Johanniterfestung ·
viele
Windmühlen ·
einen
kleinen Flughafen ·
eine
Werft, hier überwintert die LODOS Blick über die
Bucht von Lakki. |
Mittwoch der 01. Juni,
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Wir verlassen Leros. Leider können
wir nicht weiter in den Norden zur
Insel Lipsi segeln, der Wind weht heute gegen
uns. Bei dieser
Wetterlage würde für den Hin- und Rückweg die Zeit knapp, selbst wenn wir
immer unter Motor liefen. Die LODOS als
Schmetterling vorm Wind. Bei seitlicher Dünung eine harte Probe für manchen
Magen |
Moni hatte alles im Griff, selbst bei dem
wildesten Achterbahn- Kurs bringt sie warmes Mittagsessen pünktlich
auf den Tisch.
Sie verrät Ihr Geheimnis: Keine dünnen Suppen!
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Wir machen
einen langen Schlag auf die See hinaus, dann retour in
Richtung Kalymnos. In dieser Nacht
liegt die LODOS an einer Boje in der weiten Bucht von Emborio. Mit dem
Schlauchboot setzen wir zum Restaurant über.
Wir sind heute
die einzigen Gäste. |
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Den Rückweg vom
Restaurant zur LODOS legen Andre und Jörg in ihrer Badehose zurück, natürlich
züchtig, und wir können uns in unserem Schlauchboot breit machen. Das Wetter ist
von Tag zu Tag besser geworden, Angela, Sigrun und Andre schlafen ab heute
auf dem Kajüten- Dach. Selbst im dünnen Schlafsack ist es jetzt mollig warm. |
Donnerstag der 02. Juni,
am Morgen stellen
wir fest, unsere Vor- Leine hatte sich mit dem Bojen- Ankertau verheddert.
Ausgerüstet mit Maske,
Schnorchel und Flossen macht Jörg den ersten
Entfesselungsversuch, erfolglos. Skipper Dieter rüstet auf, in seiner
Taucherausrüstung
entwirrt er die Leinen in ca. 10 m Tiefe und befreit uns.Wir
folgen der Küste von Kalymnos weiter
in Richtung
Süden, zur Mittagspause geht’s in die malerische Badebucht von Vlichadia.
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Am Nachmittag
umrunden wir die Südspitze der Insel und laufen in den Hafen der
Inselhauptstadt Pothia
ein. Hier kann man
Schwämme kaufen. Die inseleigenen Bestände wurden durch Raubbau fast völlig
vernichtet, es gibt praktisch nur noch Import- Schwämme. Alternativ
entwickelt man die felsige Insel zu einem Kletter- Paradies, dies nutzen
schon viele Touristen. Im Hafen der
Inselhauptstadt Pothia
werden wir von dieser jungen Dame mit offenen Armen empfangen. Die Griechen
sind zu uns immer sehr freundlich, trotz der
unerfreulichen Finanz- Presse in Deutschland.
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Freitag der 03. Juni,
unser letzter
Seetag in der ersten Turnwoche. Für die „alten“ Gäste und erst recht für die
neuen Mit- Segler muss Skipper Dieter eine
wichtige
Entscheidung treffen:Laufen wir nach Steuerbord um
die Westspitze der Insel Kos herum nach Kefalos oder nach
Backbord
direkt zurück
nach Kos- Stadt? Wie immer, der Wind
entscheidet, es geht nach Steuerbord. Für die letzte Nacht des Turns legen wir
am Pier von Kamari Beach an, dem Hafen- und Badeort der
Stadt Kefalos / Kos.
Das Anlegen am
Kai über das Heck ist auf den Inseln üblich, es geht ganz einfach:
Im gehörigen
Abstand vom Pier wirft man den Anker und läuft dann langsam rückwärts bis kurz
vor die Kaimauer. An Steuerbord und an
Backbord liegen
dann meist schon Yachten, man geht meistens eng auf Fender- Fühlung.
Dieses Manöver
wird von Seglern und Hafenmenschen fachkundig beobachtet, in allen Häfen der Welt,
man nennt es das Hafen- Fernsehen.
Nach dem Anlegen, beim Anlege- Häppchen,
schaut man dann auch gerne mal dem Hafen- Fernsehen zu.
Man kann sich
darauf verlassen, eine Yacht kommt immer noch später an. Nette Menschen helfen
dann tatkräftig, manchmal helfen auch
schon mal kluge
Sprüche.
Am Samstag dem 04. Juni
verlassen uns
Andre und Jörg in Richtung Flughafen. Moni und Dieter
fahren zum Nachschub fassen und machen die Lodos
wieder klar
für den nächsten Turn..
Wir gehen an Land
und erkundeten die große weite Bucht.
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Der Blick über
die Kamari
Bucht. Am Fuße des Berges, weit im Hintergrund hinter der Felseninsel in der
Mitte, liegt die Lodos. Eine weite
Wanderung um die Bucht, immer am Sandstrand lang: zum Hotel Club-
Mediterane, es wird z.Zt.
nicht betrieben zu den Ruinen
der frühchristlichen Basilika mit ihren Boden- Mosaiken und in die gemütliche
Taverne Faros, mit leckerem Essen |
Am Nachmittag und
Abend kommen dann nach und nach unsere neuen Mit- Segler an.
Plötzlich, völlig
ungewöhnlich an Bord, laute Stimmen und Lärm, Ärger?
Zwei Gäste zu viel an Bord,
ärgerlich, die
Beiden sind für die übernächste Woche auf der LODOS gebucht.
Skipper Dieter
organisiert für sie Plätze auf einer anderen Yacht, deren Skipper wir im Hafen
von Kalymnos kennengelernt
hatten.
Nach vielen
Telefonaten ist alles klar und Skipper Dieter fährt die Zwei zum Fährhafen auf
die andere Inselseite, dort erwischen die
Beiden gerade
noch die Fähre nach Kalymnos.
Andre und Jörg:
Euren
zurückgelassen Holzwurmtod, haben wir nicht angerührt.
(Flachmann mit
„Original- Metaxa“)
Es blieb bei
unserem Ouzo- Brauch, Dieter verwahrt euch den
Flachmann.
Anhang 1
Seekarte mit dem Turn der 1. Woche vom 28.
Mai bis 04. Juni 2011
Kos- Stadt
Pserimos
Kalymnos
Leros
Kalymnos
Kos, Kefalos, Kamari Beach

Am
Samstag dem 04. Juni,
treffen nach und
nach die neuen Gäste ein. Wir „erfahrenen Segler“ und die neuen Mit- Segler
„beschnuppern“ uns beim
guten Abendessen.
In der Eisbar nebenan gibt`s
zum Nachtisch Riesen- Eisbecher, Longdrinks und dann an Bord Absacker
und nach und nach
Kojenruhe.
Für unsere zweite
Segelturn- Woche ist die LODOS jetzt voll belegt mit:
Susan im Vorschiff, Leichtmatrosin für
Fock und Kombüse
Uda und ihr Gatte, Axel ist Profi- Segler aus dem Harz
Bea und Jörn, sie senken unseren Altersdurchschnitt
wesentlich
und vom alten
Team Angela, Sigrun und Georg
Am Sonntag dem 05. Juni ,
Dieter wählt für
seine Zwei- Wochen- Gäste jeweils unterschiedliche Wochenturns
aus.
Wir segeln also
nach Süden, hoch über uns sehen wir am strahlend blauen Himmel die Flugzeuge im
Landeanflug
auf den Flughafen von Kos. Zwischen den beiden
Vulkaninseln Giali
und Strongili
fahren wir hindurch, dann an der
Küste von Nisyros entlang, zur Insel Tilos und dort in den Hafen von Livadia.
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Am Kai fassen
wir Frisch- Wasser und Dieter klettert für eine Reparatur hoch zur
Mastspitze. Wir müssen
dann schnell wieder ablegen, denn dies
ist der Liegeplatz für die Fähren. Wir ankern in
der weiten Bucht, zusammen mit einigen anderen Yachten. |
Skipper Dieter on
the top, natürlich mit
Sicherungsleine und Assistance.
Beim Ankern
beobachtet uns der Skipper der Nachbar- Yacht kritisch. Er mischt sich laut und
kräftig auf Französisch ein,
kein Abstand zu seiner Yacht ist ihm weit
genug. Seine Sorge ist im Prinzip berechtigt, denn hier ist kein ruhiger
Ankerplatz.
Der Fährverkehr sorgt für starken Wellengang
und in der Nacht kommen kräftiger Wind und eine starke Dünung auf.
Skipper Dieter
kennt sein Revier, er hält Ankerwache und verlegte die Lodos
mehrmals während der Nacht. Wir merken es nicht,
schlafen tief und
fest.
Am Montag dem 06. Juni,
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lichten wir
unseren Anker und laufen schnur- geradewegs zur Insel Symi. Eine strahlende
Überfahrt, blauer Himmel
und tiefblaues
Meer, wie im
Reisekatalog. Natürlich
findet Dieter wieder eine tolle Badebucht. |
Unser nächstes
Ziel ist das Kloster Panormitis,
es liegt gleich in der Nachbar- Bucht.
Der Wallfahrtsort
Panormitis ist ein MUSS für Gläubige und
Touristen. Den ganzen Tag über legen an der Promenade
vor
dem Klosterturm
Fähren aus der ganzen Ägäis an.

Moni muss zweimal übersetzen, alle zusammen
passen wir nicht ins Schlauchboot.
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Am Abend liegen
wir hier vor Anker und hören das Wellenplätschern und die Verklicker
an den Mastspitzen. Am Morgen
brechen wir etwas später auf, denn wer es am Vortag noch nicht geschafft
hatte, der kann jetzt in aller Ruhe das Kloster besichtigen. Die Fähren mit
neuen Tagesgästen sind noch nicht eingetroffen, eine
„göttliche“ Ruhe. |
Sonnenuntergang,
der Blick beim Abendessen über die Bucht von Panormitis.
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Der Klosterturm
in der Morgensonne; im Klosterhof arbeiten ein Pope und eine Putzfrau.
Am Dienstag dem 07. Juni,
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segeln wir an
der östlichen Küste der Insel Symi entlang nach Norden. Es öffnet sich
eine weite Bucht, hier liegt die Insel- Hauptstadt Symi. An der Küste,
passieren wir Buchten, Eine und noch
Eine |
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Vor der
Hafeneinfahrt stoppt uns die Hafenpolizei. Den stolzen
Griechen ist unsere Griechenland- Fahne zu alt und zu verschließen. Dieter hisst
eine Ersatz- Flagge. Die
Hafenpolizei „vertreibt“ uns dann schnell, denn es naht eine Fähre und die
braucht viel Platz. |
Die Fähre passt
so gerade zwischen beide Ufer, sie liegt quer in der Hafeneinfahrt.
Der Hafen ist
verschlossen, an der Fähre kommt kein Boot mehr vorbei.
Eine
Reisealternative: Mit leichtem Gepäck auf den vielen Fähren von Insel zu Insel hoppen.
Angela hat diese
Urlaubsvariante dann im Spätsommer realisiert.

Die lange Bucht
der Inselhauptstadt Symi
ist mit pastellfarbigen Häusern gesäumt.
Wir hörten dann
später, es gibt strenge Baurichtlinien zum Erhalt der Bilderbuch- Kulisse.
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Einzeln
erkunden wir die Stadt Symi, hier und
da treffen wir uns wieder: ·
an
einem Verkaufsstand ·
auf
einer Terrasse ·
in
einer Boutique ·
und
dann später an Deck der LODOS In der Nacht
ist es laut, auf einigen
Yachten sind Partys und diese enden
erst am frühen Morgen. |
Die Bucht von Symi beim Auslaufen, der Morgendunst verspricht einen schönen Sonnentag.
Am Mittwoch dem 08. Juni,
geht`s nach Westen, einen langen Schlag mit nur
einem Kurswechsel zur Vulkaninsel Giali.
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Hier wird
Bimsstein abgebaut. In einer stillgelegten Verladebucht, gegenüber der
kleinen Insel Antonios, ankern wir zur
Mittagspause. Der Inselberg
wird nach und nach beim Tagebau verschwinden. Die weißen
Abbau-Terrassen leuchten meilenweit übers Meer. |
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Blick von der
Vulkan- Insel Nisyros zurück zur Bimstein-Insel Giali. Unten im Hafen
liegt am äußeren Pier die LODOS. Hier in dem
Fischerdorf Pali
bleiben wir für
zwei Tage und erkunden die hoch-interessante Vulkaninsel Nisyros. hier bleiben wir für zwei Tage |
Am Abend gehen
wir ins gemütliche Restaurant „Kapitän“ am Hafen, dort mietet Dieter für den
nächsten
Tag Mopeds. Auf der Lodos
gibt es nur ein Moped, unser Beiboot für den Landverkehr. Die Logistik des
Kreuzfahrers Lodos ist ohne ein Landfahrzeug schwer zu realisieren.
Georg war bisher noch nie selber
Moped gefahren, Skipper Dieter macht Georg in einem Crashkurs fit für den folgenden Ausflugstag.
Am Donnerstag dem 09. Juni,
wir machen einen
Ausflug mit den Mopeds über die Insel. Es gibt viel zu sehen.
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Von der Kapelle
hoch oben am Kraterrand haben wir einen weiten Blick über die Insel Nisyros, auf das Dorf
unter uns an der breiten Durchbruchstelle des Kraters zum Meer und tief in den
große Krater mit den vielen Löchern im Grund |
Es stinkt hier oben teuflisch nach Schwefel. Die Luft liegt schwerer gelber Dunst.
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Unten steht ein
Haus, es gibt
Parkplätze, Straßen und Wege. An der
Kraterwand gegenüber führt
eine Serpentinen- Straße hinunter, da müssen wir
hin. Die Abfahrt
macht richtig Spaß, es sind ca. 250 Höhenmeter bis in den
Kratergrund. |
In dem
Riesenkrater liegen mehrere große und kleine Krater, in Einem wachsen schon
Sträucher und Büsche,
in Anderen
herrscht noch Urzeit, es brodelt, zischt und blubbert.
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Wir steigen
tief bis auf den Boden. Der erstarrte
Schlamm ist wie ein zäher
Wackelpudding, er gibt unseren Schritten federnd nach. Der Kraterboden
ist übersät mit Schwefel- Wasserlöchern, die lehmige
Brühe kocht, es stinkt übel. Kleine
Schlamm-, Dampf -Fontänen schießen hoch. |
Es ist sicher
nicht ungefährlich, doch kein Zaun bremst die Besucher, kein Schild warnt sie.
Bei uns ständen
hier sicher Schilder: „Betreten verboten oder Baden auf eigene Gefahr“.
Später finden wir
am Straßenrand eine heiße Felsenhöhle, eine richtige Natur- Sauna.
Wir fahren weiter
in die Inselhauptstadt Mandraki mit ihrer uralten Festung Palaokastro.
Die weit ausgedehnte
Burg- und Stadtanlage stammt aus vorchristlichen Zeiten, die dicken
Felsenblöcke der
Mauern sind fein
gefügt, halten ohne Zement und Mörtel, bis heute!
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Hoch über der
Stadt wachen eine
Johanniterfestung und eine
blendend weiße Kirche. Die Stadt Mandraki drängt sich
zwischen Felsen und
Meer. Es gibt eine
liebevoll gestaltete Ufer-Promenade, viele weiße
Gassen mit Bäumen und bunten Blumen. In dieser
herrlichen Bar, unter zwei riesigen Zwillings-Gummibäumen, gibt es am Buffet
hervorragende Torten, Kuchen, Kaffee, Eis und ein leckeres Pils
oder Weizen. Der Skipper und
das Meer |
Am Freitag dem 10. Juni,
geht`s zurück zur Insel Kos, unser Ziel ist unser Starthafen Kamari / Kefalos. Der Wind steht gut, wir
kommen flott voran.
Mit einem ersten
großen Schlag laufen wir direkt auf Kos zu, bei weiter auffrischendem Wind. Die
LODOS fliegt wieder wie ein Schmetterling.
Kurz vor der
Küste, querab vom Robinson- Club, dreht der Wind und bläst jetzt direkt von Kefalos her, unserem geplanten Ziel.
Ein Segler braucht Wind, möglichst nicht von
vorn.
Skipper Dieter
ändert die Route, wir laufen jetzt vor dem Wind an der Küste entlang nach
Kos Stadt, unser neues Ziel. In der Karte ist dieser
Kurswechsel nicht berücksichtigt.
Kos Stadt ist uns lieber, denn von dort gibt es
bessere Verbindungen zum Flughafen als von Kefalos. Außerdem können wir vor
unserer Abreise die Stadt noch einmal
besichtigen.
Für Skipper
Dieter ist ausschlaggebend, er liegt mit der LODOS lieber geschützt im Altstadthafen
von Kos, als bei diesem Wind ungeschützt
am offenen Kai in
Kamari / Kefalos.
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Im starken Wind
flitzen die Surfer über die Wellen. Manche lassen
sich von Winddrachen ziehen und fliegen
geradezu über das kabbelige Wasser. Hin und wieder
tauchen sie unter, es ist schon stark, wie sie immer
wieder auf ihr Brett hoch klettern und dann erneut über die Wellen flitzen,
bis zum nächsten Eintauchen. |
Die LODOS macht schnelle Fahrt, Dieter sagt, die LODOS könne 6 bis 7 Knoten laufen.
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Am Abend
erreichen wir während der Rush- Hour
den Altstadthafen. In der Hafen-
Einfahrt herrscht hektischer Verkehr. Die
Berufsschifffahrt, Fähren, Ausflugsboote und Fischer, haben immer Vorfahrt! Für uns ein
Problem, denn mehrmals müssen
wir unser Anlegemanöver abbrechen, bis wir endlich
festmachen können. |
Unser Liegeplatz
liegt gleich hinter der Hafeneinfahrt. Zum Anlegen über das Heck müssen wir auf
der einen Seite
der Fahrrinne den
Anker werfen, um dann rückwärts quer durch die Fahrrinne zum Kai zu laufen,
um dort fest zu
machen, in der Fahrrinne „tobt“ der Verkehr.
Zum Abendessen
treffen wir uns in unserem „Start“- Restaurant, wie
vor zwei Wochen.
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Die letzte Nacht
an Bord, wir schlafen alle unter Deck, oben ist es zu kalt und zu laut.
Unser Bett ca. 2
m lang, gut breit, teils sehr niedrig, dazu Schrankwand und Nasszelle.
Das Bordleben
spielt sich an Deck ab, unter freiem Himmel, unter dem vor Sonne schützenden Dach über
dem Cockpit mit
der gemütlichen Sitzrunde auf dem Heck, alternativ unter Deck in der geräumigen
Kajüte.
Auf der LODOS ist
es gemütlich.
Am Samstag dem 11. Juni,
kommt dann nach
dem Frühstück das Ende unseres Segelturns rund um die
Insel Kos.
· Auf unserem Segelturn
durch den Dodekanes erlebten überaus freundliche,
herzliche und nicht- aufdringliche Griechen in ihrer wunderschönen Inselwelt.
· Wir „Betreuten Segler“ waren recht
unterschiedlich, tolerant, wir waren zusammen aktiv, wer wollte hatte auch Zeit
für sich. Ein gutes Team.
· Der Skipper Dieter ist souverän, er liebt
und lebt sein Griechenland- Revier und lässt seine Gäste daran teilhaben.
· Last but not least, Moni, der fleißige und
gute Geist an Bord, Moni hält Leib und Seele aller
zusammen; was täte der Skipper Dieter nur ohne seine Moni?
·
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Am Samstag
besuchen wir das römische Thermalbad oberhalb der Stadt Kos. Man hat dort
einen tollen Blick auf Kos und bis nach Belek, weit
in die Türkei hinein. Unser historischer
Fund: Wer hat die Legos erfunden? Nicht die
„Dänen“ und erst recht nicht die „Ricolas“! Es waren die
alten Griechen, wie man hier an dem zentnerschweren Ur- Lego gut erkennen kann |
Moni, Skipper Dieter und allen Mit- Seglern,
herzlichen Dank
für einen wunderschönen Urlaub.
Im November 2011,
Sigrun + Georg
Anhang 2
Seekarte mit dem Turn der 2. Woche vom 04.
bis 11. Juni 2011
(am 10. Juni
liefen wir nicht nach Kefalos sondern direkt nach Kos
Stadt)
Kefalos auf Kos
Tilos
Symi
Nisyros
Kos Altstadthafen
